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Arzt der Allgemeinmedizin

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Geschichte der Burg Denstedt

Wie bei zahlreichen Objekten reicht die urkundliche Erstnennung des Ortsnamens weit vor die Entstehungszeit der Burg zurück. Der Ort Denstedt wird in der schriftlichen Überlieferung erstmals 874 genannt, während die Anfänge der Burg mit ziemlicher Sicherheit nicht vor das ausgehende 12. bzw. das beginnende 13. Jh. zurückreichen. Eine sich nach der Burg benennende niederadelige Familie von Denstedt ist erstmals 1206 mit Gerboto von Degenstede greifbar. Sehr wahrscheinlich bildete die hochmittelalterliche Burg den Mittelpunkt einer kleinen Herrschaft. So verfügte der 1249 genannte Witego von Denstedt über die Gerichtsbarkeit über die Dörfer Süßenborn, Rödigsdorf, Schwabsdorf und die Hälfte des Ortes Klein-Kromsdorf. Außer der Burg lässt sich in Denstedt ein hochmittelalterliches Kloster nachweisen, das bis 1513 bestanden hat und eine 1270 ersterwähnte Wassermühle im Schutz der Burg. Mitglieder der Familie von Denstedt lassen sich ab dem 14. Jh. in verschiedenen Positionen in der landesherrlichen Verwaltung nachweisen. Ihre Stammburg gelangte bereits zu Beginn des 16. Jh. an die Familie von Gans, während das Geschlecht derer von Denstedt erst um 1700 im Mannesstamm erlosch. Vermutlich im Sächsischen Bruderkrieg um 1450 schwer beschädigt und in der Folge brachliegend, ließ Dietrich von Gans die Burg ab 1507 zu einem Schloss um- und ausbauen. 1513 wurden die von Gans mit Burg und Gericht Denstedt belehnt. Die Verschuldung des Besitzes führte schließlich 1579 zur Veräußerung des Schlosses samt Zubehör an die Familie des sächsischen Kammerrats zu Weimar, Dr. jur. Lucas von Thangel, dessen Nachkommen das Schloss bis 1668 innehatten. Als Besitzer von Denstedt folgen Adolf Freiherr von Werther aus Wiehe a. d. Unstrut und ab 1698 schließlich die Familie Lyncker von Lützenwick. Johann Daniel Lyncker, Ritter von Lützenwick (1631 - 1712), der als kurmainzischer Rat in Erfurt tätig war, ließ 1699 umfassende Baumaßnahmen auf Schloss Denstedt durchführen, um es teilweise landwirtschaftlicher Nutzung z.B. als Getreidespeicher zuzuführen. 1713/14 entstand u. a. ein Gebäude östlich zum Dorf hin, das so genannte „Amtmannhaus“, unter Verwendung von Teilen der ehemaligen Vorburg. 1892 wurde Schloss Denstedt an den Rittmeister Johannes August Koch (1866 - 1944) veräußert. Das durch die Rote Armee 1945 enteignete Rittergut ging in Volkseigentum über und wurde einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Teilweiser Leerstand führte zum Verfall der Anlage. Ab 1984 gehörten die Schlossgebäude zu den Liegenschaften der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Kromsdorf (LPG), die die Anlage 1990 schließlich aufgab. Pläne eines Investors, der 1991 Schloss Denstedt erworben hatte, scheiterten an dessen baldiger Insolvenz. Nach der 1996 erfolgten Notsicherung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gelangte das Schloss 2001 in den Besitz der jetzigen Eigentümer Fr. Dr. med. Krüger und Dr. med. Waldenmeier, die notwendige Sicherungsarbeiten durchführten und in der Schlossanlage ein Fitness-Center einrichteten. (Jens Friedhoff, ergänzt und korrigiert durch Dr.Waldenmeier)